Im November 2022 haben die Bildungsengel begonnen, den Aufenthalt von Wissenschaftlern an der TU Dortmund mit einer Überbrückungsfinanzierung zu ermöglichen, wenn andere Geldmittel weggefallen sind. Seitdem haben 10 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben Ländern, insbesondere Krisenregionen, einen Neuanfang oder eine Zwischenstation in Dortmund machen können.
Das Spektrum umfasste Fächer aus dem naturwissenschaftlichen Bereich in der Chemie und Physik mit vier Geförderten, dem pädagogisch erziehungswissenschaftlichen Bereich mit ebenfalls vier Geförderten und aus dem Maschinenbau mit zwei Geförderten.
Die Dauer der Förderung durch die Bildungsengel lag zwischen einem und sechs Monaten bis andere dauerhaftere Finanzierungen vorlagen. Überwiegend war das an der TU Dortmund selbst der Fall, einige haben aber auch lukrative Stellen an anderen Universitäten erhalten.
Hintergrund für diese Art der Förderung, war: Die Krisen in der Welt wirken sich auch auf den Wissenschaftsbereich in verschiedener Weise aus:
- So wird die Wissenschaftsfreiheit insgesamt bedroht, Forschungsgebiete werden diskriminiert oder nicht mehr finanziert.
- Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten wegen ihrer Volkszugehörigkeit oder ihres Geschlechts keine Anschlussfinanzierung mehr oder müssen sogar ihr Heimatland verlassen.
- Umgekeht können sie aus den oben genannten Gründen nicht mehr in ihr Heimatland zurück, wenn sie gerade in Deutschland zu einem Forschungsaufenthalt sind.
- Oder die Finanzielle Unterstützung durch ihr Heimatland – sei es Familie oder staatliche Stellen – ist nicht mehr möglich.
In all diesen Fällen gilt es schnell und unbürokratisch zu reagieren. Das tun die Bildungsengel als Zwischenhilfe, bevor stärker an Antragsverfahren orientierte Einrichtungen tätig werden können.


